Mein Blog hat sich verändert.

​Ja. Stimmt. Mein Blog hat sich verändert.  Ich mich aber auch. Es ist politischer geworden. Unternehmerische Themen spielen heute eine größere Rolle für mich. Auch sehr viel medienkritischer als früher.

Die Welt hat sich ja auch verändert mittlerweile. Und mit ihnen die Social Media und ihre Nutzer auch. Früher kannte man sich gut persönlich und ging sehr respektvoll miteinander um. Heute sind es Millionenfach mehr, es ist unüberhörbar lauter, wird immer mehr geschrien damit man gehört wird und ist wesentlich agressiver und deutlich respektloser. Wie das Leben da draussen eben.

Es ist weniger privat im Sinne, dass ich weniger aus meinem Leben erzähle. Manche irritiert das sehr offensichtlich und die vermissen es. Ich habe keine Lust mehr dazu. Auch aus Sicherheitsgründen. Über mein aktuelles Leben erfährt man nichts wesentliches, keine Details. Ich spreche such kaum von lebenden Personen aus meiner unmittelbaren Nähe.

So deal with it!

Mein Blog ist aber immer noch persönlich. Aber nie privat.

In eigener Sache. Auf zu neuen Ufern.

 

„Man entdeckt kein neues Land, ohne bereit zu sein, zunächst und für längere Zeit, 
die vertraute Küste aus den Augen zu verlieren.“ – André Gide

Zum Jahresende scheide ich auf eigenen Wunsch nach mehr als dreieinhalb Jahren bei AKRA aus. Ich habe dort meine Mission erfolgreich erfüllt und jetzt ist es an der Zeit, das Bestehende an andere weiterzureichen und selber zu neuen unbekannten Ufern aufzubrechen. Ich bin sicher eher ein Entdecker und Jäger als ein Verwalter und Farmer.

Der Geschäftsbereich „Future Technologies“, den ich bei AKRA neu aufgebaut und erweitert habe, ist heute als verlässlicher Partner in der Webwirtschaft bekannt und fest etabliert. Eine ganze Reihe neuer und sehr namhafter Kunden aus Start-ups, Agenturen und klassischen Unternehmen haben wir dabei gewinnen können, mit denen wir kontinuierlich und erfolgreich Projekte realisieren und diese operativ im technischen Betrieb begleiten. In dieser Zeit haben wir den Bereich deutlich um sehr viele neue Kollegen verstärken können und verfügen heute über eines der stärksten Teams für Webtechnologien, das in Knowhow, Anzahl und Verfügbarkeit im Norden keinen Vergleich zu scheuen braucht. Das gilt insbesondere für den technologischen Schwerpunkt Ruby on Rails. Auf das bisher Erreichte können wir alle sehr stolz sein.

Ich danke ganz herzlich allen unseren Kunden sowie allen meinen Kollegen bei AKRA, ohne deren großen Einsatz, starkes Engagement und hohe Loyalität, das alles nicht möglich gewesen wäre. Ganz großen Dank an alle für eine sehr schöne und gemeinsam sehr erfolgreiche Zeit!

Ich werde der IT und der Webtechnologie auch in Zukunft treu bleiben und werde, wie in den fast vier Jahrzehnten bisher auch, als Service Driven Entrepreneur meinen Weg weitergehen. Mehr dazu demnächst. Stay tuned.

Update:

Danke allen für die guten Wünsche. I’ll do my very best.

Eben lese ich noch ein weiteres inspirierendes Zitat zum Thema im leichten Gegensatz zu dem Zitat von André Gide, das ich eingangs zu meinem Artikel gestellt hatte:

„Discovery consists not in seeking new lands but in seeing with new eyes.“ -Marcel Proust

Sprechblase als Buch? (Update)

Nur so ein Gedanke. Ich habe vorhin zum ersten Mal einige ältere Texte in meinem Blog gelesen. Etwas, das ich normalerweise nie mache. Wenn ich etwas geschrieben habe, ist es für mich erledigt und ich schaue es mir nie wieder an. Doch heute habe ich es getan.

Manche Texte haben mir im Abstand der vergangenen Zeit ganz gut gefallen. Gerade die persönlichen. Oft auch die Texte die mit meinen Wurzeln zu tun haben. Texte über Istanbul beispielsweise. Aber auch andere. Es sind oft kleinere Skizzen und Vignetten.

Nur so ein Gedanke. Würde es sich lohnen, vielleicht 40, 50 oder 60 Texte aus den über 1.000 Posts als Buch zu veröffentlichen? Wer würde sich dafür überhaupt interessieren? Und warum? Sind die Texte überhaupt gut? Grammatikalisch und stilistisch sind sie sicher fragwürdig, seien wir ehrlich. Haben sie überhaupt eine Bedeutung für jemanden ausser mir? Ich weiss es nicht.

Deshalb meine ganz uneitle Frage in den Raum. Eine Unfrage als Umfrage.

Gibt es denn überhaupt Texte in der Sprechblase, die ihr gerne gelesen habt und gut findet? Doofe Frage. Ich weiss. Bin gerade in der Sinnkrise wohl. Oder ist das ganze hier pseudo-journalistisches Geschreibsel? Oder einfach nur Selbstgespräche? Fragen, die ich mir nach 7 Jahren online zum ersten mal öffentlich stelle. Aber dafür ist ein Blog ja auch da. Oder?

Update: Eure Reaktionen waren eindeutig. Und ich bin aus der Sinnkrise und Schreibblockade wieder raus. Das beste ist, ich mache ein eBook zum runterladen mit den Texten, die mir am besten gefallen. Kostenlos und wer möchte, kann eine Geldspende in gefühlter Höhe zukommenlassen: Die Hamburger Tafel e.V., Hamburger Sparkasse, BLZ: 200 505 50, Kto.-Nr.: 1217 130 515. Die Hamburger Tafel versorgt die Ärmsten mit dem, was unsere Gesellschaft an Überproduktion hervorbringt. Das eBook mache ich irgendwann im Dezember.

Was braucht man zum Leben?

Eigentlich gar nicht so viel. Ein Dach über dem Kopf. Mit schönem Ausblick. Einige Essentials und Basics zum anziehen. Ein Teller Spaghetti. Ab und zu einen guten roten Wein. Jemanden, den man mag. Das ist es schon. Der Rest ist Freiheit. Alles andere Ballast.

Wie man meinen Namen ausspricht

Ich habe mein Profil etwas aufgefrischt. Und u.a. ein kleines Detail hinzugefügt:

How to pronouce my name? Listen: Cem.

In türkischer Phonologie laut englischer Wikipedia: dʒem.

Ich werde einfach zu oft danach gefragt. Zum Nachnamen habe ich leider keine adequate Audio-Datei gefunden. Im Deutschen würde man ihn „Baschmann“ aussprechen. Geschrieben aber „Başman“. Mit einem ş und einem einzigen n. Ein leidiges Thema hierzulande. Das Häkchen unter dem s darf man ausserhalb des Türkischen dagegen aber gerne auch weglassen.

Btw, English speaking people pronounce my family name „Bashman“, both vowels („a“) like in „father“.

Schreiben und Nicht-Schreiben

So viele Themen im Kopf und so wenig Lust darüber zu schreiben. Manches mag ich auch nicht öffentlich. Oder kann es nicht. Darf nicht.

Wenn ich über etwas, das in meinem Kopf schwirrt oder vor meinem geistigen Auge schwebt, schreibe, dann entlaste und befreie ich mich davon. Ich packe gewissermassen einen Gedankenpartikel oder ein Bruchstück von einem Bild oder den Moment einer Empfindung in einen kleinen Schuhkarton, den ich wegstauen kann. Und wenn ich will, ihn gelegentlich auch wieder herhole. Meist lasse ich ihn aber im Schuhschrank und wundere mich manchmal, wieviele Schuhe ich habe.

Das Schreiben hilft mir gleichzeitig diffuse Gedanken zu ordnen, zu strukturieren und greifbarer zu machen. Der Schreibvorgang ist wichtig. Er kommt meistens aus einem einzigen Guss. Ich korrigiere anschliessend nach dem Posting fast nur noch Rechtschreibefehler und die Zeichensetzung, machmal auch stilistisch einzelne Wörter. Ergänze mal vielleicht einen Gedankengang (wie jetzt). Aber baue den Artikel nie um. Ich konstruiere keinen Text. Satzstellung ist allerdings meine Achillesferse. Einiges klingt immer nach Yoda.

Ich habe auch kein Rezept wie ich schreibe. Keine Formel. Es ist jedesmal anders. So kommt es mir jedenfalls vor. Ich habe am Anfang nur den Einstiegssatz. Der inspiriert und leitet mich zum nächsten. Schreiben ist für mich ein Fluss.

Schreiben ähnelt in gewisserweise Musik komponieren. Tonaliät und vor allem Rhythmus sind für mich wichtig. Das ist das, was in mir steckt und was dann fliesst. Weniger die Melodie.

Schreiben hilft mir denken. Klarer denken. Schreiben befreit. Nicht-Schreiben erdrückt mich.

The Journalist

Nach einem Jahr mochte ich das alte Theme nicht mehr. Das neue heisst The Journalist und ist von Lucian Marin. Die Seitenleiste habe ich bei dieser Gelegenheit etwas in der Länge gekürzt. Dafür ist die Hauptspalte etwas breiter geworden. Die Tagline des Blogs „Vogel fliegt. Fisch schwimmt. Ich blogge.“ ist dem vorfabrizierten Design zum Opfer gefallen. Werbung kommt hier immer noch nicht vor. Wird auch nicht.

Die „About me“ Seite werde ich demnächst etwas überarbeiten müssen. Wahrscheinlich teile ich sie auf in thematische Seiten wie Persönliches, Berufliches, Projekte 2.0 und Networking.