Sorry. Kleine Blogposts.

Meine Blogpostings seit ich meinen Blog wieder belebt habe sind meistens kurz. Gelegentlich übernehme Bilder aus Instagram oder Tweets von mir oder anderen. Die Postings wirken oft notizenhaft und hingeschludert. Ich ergänze sie auch oder verbessere die Post häufig. Oft entehen sie ohne groß nachzudenken. Wie Selbstgespräche.

Es gibt im wesetlichen drei Gründe dafür.

Einer ist, dass ich alle diese Postings ausschließlich am Smartphone mit meiner WordPress App mache. Das verhindert längere Post – sie werden sonst zu unübersichtlich. Die App aber unterstützt das Spontane – aber auch die Flüchtigkeitsfehler, die ich nachträglich korrigiere, falls die mir auffallen.

Das zweite hat zu tun mit meinem zweiten Schlaganfall, der mir äusserlich praktisch nicht anzusehen ist, der mich aber in der Konzentration für längere Artikel und Post behindert. Kleine und häufigere Post sind bequemer für mich.

Zum Schluß, kleinere Post sind vielleicht zunächst oberflächlicher, aber schont die geringe Aufmerksamtkeitsspanne der heutigen Leser.

Ich freue mich über jeden Kommentar, Anregungen oder eine andere Reaktion von Lesern. Danke!

Manchmal denke ich schon, das manche Geschichten hier in einem Buch zu verdichten und weiterzuspinnen. Hm. Aber vielleicht ist das digital flüchtige auch gut genug. Vielleicht befriedigt es auch nur meine Eitelkeit.

Also, entschuldige bitte, dass ich keine ellenlagen, langweilen Artikel schreibe. Sorry. Bitte nicht schipfen und ungeduldig sein. Auch nicht Neunmalklug. Sorry, Geduld und Verständnis. Daher eben.

Bearhug Camp in San Francisco on 9/12/2008 (First Feedbacks)

 Here is an updated list of feedback links to Bearhug Camp:

And now start to analyze it. Make your predictions and concepts for the future of microblogging, micromessaging and messaging. What do you think?

And don’t forget, the MBC09 Microblogging Conference in Hamburg, Germany, on January 23-24, 2009 is an excellent place to present and discuss your insight, your thoughts and hopes. The MBC09 Blog and registration is on the way. In a couple of days you’ll get it. Be there. See you there.

PIN: Schwere Managementfehler

Es bestätigt sich, was ich vermutet hatte. Fast wortwörtlich. Jürgen Richter, Ex-Springer-Chef kritisierte gestern im Fernsehen schwere Managementfehler bei Springer-Tochter PIN. Die Diskussion um den Mindestlohn bei den privaten Postzustellern seien nur faule Ausreden des PIN-Managements. Der SWR berichtet online:

Der ehemalige Vorstandschef der Axel Springer AG, Jürgen Richter, hat dem Unternehmen Fehler im Umgang mit der Konzerntochter PIN Group vorgeworfen. Die Situation bei PIN ließe sich nicht mit der Einführung eines Mindestlohns für Briefzusteller rechtfertigen, sagte Richter in einem Exklusiv-Interview für REPORT MAINZ: „Es gefällt mir nicht, dass man hier versucht, Managementfehler, die in der Vergangenheit in den letzten Jahren passiert sind, auf die Politik abzuwälzen. […] Man sollte eingestehen, dass man hier bei der Beurteilung des Marktes und der Zukunftschancen Fehler gemacht hat.“

Wie hoch wird wohl die Abfindung von Springer-Chef Mathias Döpfner und PIN-Vorstandschef Günter Thiel? Gibt es eigentlich gesetzliche Mindestabfindungssummen für Vorständler?

PIN: 9.000 Mitarbeiter verlören ihre Jobs

Die tageschau.de meldet, dass Springer offenbar die Insolvenz von PIN, der „grünen Postkonkurrenz“, erwägt:

Die Insolvenz sei demnach die kostengünstigste Art, das Geschäft zu beenden, heiße es aus Springer-Kreisen. Auch die Minderheitseigner – vor allem die Verlage WAZ und Holtzbrinck – seien nicht bereit, noch einmal zu investieren. Angeblich fehlten aktuell rund zehn Millionen Euro, verlaute aus dem Kreis der PIN-Mitgesellschafter. Mit der Insolvenz verlören laut „Focus“ 9.000 Mitarbeiter ihre Jobs.

Ich glaube, die Debatte um Mindestlöhne kommt dem PIN Management sehr gelegen. Es ist ein willkommener Anlass, den offensichtlich unwirtschaftlichen Laden dicht zu machen.

Die Gründe aber sind sicher wo anders zu finden. Das zeigt mir in Wahrheit wie schlecht und branchenunkundig das Geschäftsmodell aufgesetzt war, wie miserabel die Investoren beraten waren und wie dumm und kaltschnäuzig das angeheuerte Management wohl ist. Das sind von Anfang an keine Geschäftsmodelle gewesen, die auf Nachhaltigkeit ausgelegt waren. Das sind reine Arbitrage-Geschäfte, die versuchen, für einen kurzen Zeitraum Windfallprofite auf den Arbeitsmärkten zu generieren. Beipielsweise über subventionierte Massnahmen zur Wiedereingliederung von Arbeitslosen und ähnlichen sowie sich weiterer versteckter Strukturbeihilfen bedienen. Wenn Geschäftsmodelle auf solchen marginalen rein kaufmännischen Kalkulationen basieren, dann wird die Luft natürlich dünn, wenn der Rest fehlt. Typisch auch die Riege der Konzernnamen, die in diesem Zusammenhang genannt wird. Die üblichen Verdächtigen wieder. Eine schnelle Insolvenz ist keine „billige“ Exitstrategie.

Das sind ganz miese Geschäftsmodelle, die ich nicht sehen will. Modelle, die auschliesslich auf niedrigeren Preisen und Lohnkosten basieren, haben keinerlei Nachhaltigkeit und keinerlei grosse Zukunft. Sie können sehr schnell ausgehebelt werden, wenn die Rahmenbedingungen sich ändern. Das hat auch mit Unternehmertum gar nichts zu tun. Das sind einfach nur schlechte Managerpraktiken. Unterste Schublade. Ein echter Unternehmer macht so etwas nicht. Ich kenne solche Praktiken und die Kultur in den Köpfen ähnlicher Leute leider aus eigener Anschauung.