Dunkeldeutschland.

Immer häufiger bemerke ich auf der Straße oder in Bus und Bahn abfällige, halblaute rassistische oder rechtsradikale Bemerkungen gegenüber Ausländern und Flüchtlingen. Fast jeden Tag.Von scheinbar ganz normalen Leuten

Die Hemmschwellen sinken zunehmend.

Vor zwei Tagen lief durch sämtliche Nachrichtenkanäle, die abenteuerliche Geschichte eines rechtsradikalen Bundeswehrangehörigen, der ein Doppelleben als scheinbarer syrischer Flüchtling führte und einen Anschlag plante, um es dann syrischen Flüchtlingen in die Schuhe zu schieben. Ich glaube diese Geschichte ist gar nicht so selten.

In Ämter und Behörden sitzen wieder Rechtsradikale. Mein Eindruck ist, dass solche radikalen Ansichten gerade bei den Sicherheitskräften, Justiz- und Vollzugsbeamten, also bei der Exekutive und Jurisdikation, den Häschern, Greifern und Bütteln des Systems, mittlerweile nicht selten sind.

Für mich mehren sich die Anzeichen einer Zeitenwende. Anscheinend völlig unabhängig und unbeeindruckt von der politischen, moralischen und medialen Gegensteuerung.

Der Himmel über Deutschland und über großen Teilen von Europa verdunkeln sich zunehmend. Über Dunkeldeutschland wie der ehemalige Bundespräsident Gauck es mal ausdrückte.

Rassismus heute (Update/3)

Rassismus am Freitag, den 28. Dezember 2007: Die Bild-Zeitung „zitiert“ den CDU-Politiker Roland Koch, Ministerpräsident des Landes Hessen und Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband (2007). Und noch einmal bestätigt auf seiner persönlichen Webseite. Du bist nicht Deutschland, Roland.

Update: Reader’s Edition Redakteur stellt Strafantrag gegen Koch und Bild-Redakteur wegen Volksverhetzung. Handakte WebLAWg hat Bedenken dagegen.

Update/2: Wachsende Kritik an Koch-Äußerungen, Koch hetzt gegen Ausländer (Steffen Jenter, BR, ARD-Hauptstadtstudio)

Update/3: Hessen-Wahlkampf: Hessens SPD-Spitzenkandidatin Ypsilanti wirft Koch Ausländer-Kampagne vor.