Das Rätsel um Miles Davis im Eleven Madison Park..

Das Eleven Madison Park in Manhatten
ist zum besten Restaurant in 2017 gewählt worden
. Und zwar weltweit. Unmittelbar nach seiner Eröffnung hatte einer der Co-Besitzer Daniel Humm im New Yorker Observer eine Restaurantkritik gelesen. Es bestand nur aus einem Satz: „‚I wish it had more Miles Davis.“.

Humm und seine Mitgesellschafter habe lange gerätselt, was das wohl heissen sollte. Sie haben danach alle Attribute und Beschreibungen über Miles Davis, die sie finden konnten zusammen getragen. Das Mission Statement von Eleven Madison Park war demnach:

„cool, immerwährende Neuerfindung, inspiriert, vorwärtsgerichtet, frisch, zusammenarbeitend, spontan, lebendig, abenteuerlich, leicht, innovativ“

Das ist nun die Mission Statement von ihrem Restaurant Eleven Madison Park. Was für ein Einfall und was für eine tolle Story. Klasse! So gehen ein starkes und einfaches Mission Statement und Sorytelling auch. Genial.

Mein eigenes Mission Statement wäre wahrscheinlich Jimmy Hendrix..

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Teil der Micro-Serie Entrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.

Skizzen aus dem Restaurant..

Alter Mann am Nebentisch redet ununterbrochen und ohne Luft zuholen seit über einer Stunde mit vollkommen monotoner Stimme einen Monolog über einen langweiligen Fall in allen Details aus seiner aktiven Rechtsanwaltszeit. Junge Frau hört stumm zu.

Skizzen aus dem Restaurant. Gleich stehe ich auf und gehe. Seine Stimme ist nicht zu überhören. Ich halte dieses Hintergrundgeräusch nicht mehr aus.

Vegetarisch: Season Food in Hamburg

season-006Vegetarier der hamburger Innenstadt, atmet auf! Es gibt jetzt ein ganz neues Buffet-Restaurant in einer Seitenstrasse am Hamburger Rathaus. Sein Motto: Fit, Fast & Fresh! Rein vegetarisch. Für den schnellen kleinen Hunger zwischendurch oder auch zum Verweilen nach Geschäftsschluss oder nach dem Einkaufsbummel: Season Food in der Schaunburgerstrasse.

Der schöne grosse Raum mit den grossen Schaufenstern ist hell, geschmackvoll und modern eingerichtet. Mit überdimensionalen gefächerten Kugelleuchten, die von der Decke hängen als Augenfänger. Und riesigen Wandbildern von Küchenkräutern in abgestimmten Farben, die eine insgesamt lässige Atmosphäre schaffen. Stehtische mit Hockern, Tresentische, aber auch Vierer-Tische und ein Loungebereich laden ein zum ungezwungenen Lunchen.

season-003Mit vegetarischem Salatbüffet und entsprechenden warmen Speisen in der Mitte des Restaurants kann sich jeder sein Wunschmenü selbst zusammenstellen. Bemerkenswert die grosse Auswahl an vegetarischen Köstlichkeiten wie Thai-Linsensalat, auch in den indischen oder arabischen Varianten, sehr lecker Kartoffelsalat mit Tofu, warmen Tofusalat mit Curry, Tortelettes mit beispielsweise Ziegenkäse, japanischem Gurkensalat oder auch ein peruanischer Quino-Salat, Karotten-Salat in Honig und mit Sesam. Meinen persönlichen Geschmacksnerv hat der Rote-Beete-Salat getroffen. Die Auswahl wechselt. Dazu gibt es auch eine Tagessuppe. Ich hatte eine exotische Curry-Creme-Suppe, die mir sehr gefallen hat.

Das Season hat ein echtes Schlemmer-Büffet für Vegetarier. Mit gezielten Angeboten für vegane, laktose- oder glutenfreie Speisen. Teilweise sehr aufwendig frisch hergestellt. Wobei von der Küchenchefin Anna Stephan dafür einheimische saisonale Produkte bevorzugt innovativ verarbeitet werden. Dazu kontrastieren ihre exotisch angehauchten Gerichte auf eine recht angenehme Weise. Über das neue Fast-Food-Restaurant wachen die erfahrenen Augen von Betriebsleiterin Carine Patricio.

Die meisten Angebote werden nach Gewicht bezahlt und kosten aktuell (April 2009) 2,10 Euro per 100g. Auch zum Mitnehmen. Die Weinauswahl ist anständig. Besonders schön, ein südafrikischer Rotwein mit leichter Vanille im Bukett. Oder ist es meine Nachbarin, die danach duftet?

Das Season ist ein gelungenes Konzept, das in jedem Fall mal getestet werden sollte. Auch von Nicht-Vegetariern.

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Copper House in Hamburg

Copper House auf St.Pauli. Grösser hätte der Kontrast nicht sein können. Zwischen dem modernen grossartigen Restaurantambiente und dem angestaubten Sündenbabel auf dem Kiez. „Sex and the City“ ist mitten im Rotlichtviertel von Hamburg notgelandet. Das elegante Manhatten am Ende der Davidstrasse. Gegenüber der Spielhalle und dem legendären überteuerten Szeneitaliener. Sarah Jessica Parker und Mr.Big würden sich hier sehr wohlfühlen.

Copper House. Das ist eine andere Welt. Grosszügig, hell, freundlich, loungig und ein sehr leckeres und abwechslungsreiches Angebot für 19,50 Euro pauschal (zzgl. Getränke) pro Person oder individuell á la carte. Da ist den Gebrüdern Chen, die auch das beliebte klassische Chinarestaurant Ni Hao in Wandsbek betreiben, ein grosser Wurf gelungen. Asiatisch inspiriertes Live Cooking. Eine Mischung aus chinesisch, japanisch und den anderen ostasiatischen Küchen. Von Jedem das Beste. Leicht europäisiert. Sehr frisch, vitaminreich und bekömmlich.

Die Begrüssung am Eingang ist freundlich und Gäste, die zum ersten Mal kommen, werden zunächst einmal durch das Haus geführt. Vier Stationen bilden den Kern des Copper House und enthalten alle Zutaten und Leckereien, die man sich nach Belieben selber zusammenstellen kann. Station Eins sind die Vorspeisen: Die Dim Sum Teigtaschen sind zu empfehlen. Eine kleine Auswahl Sushi gibt es auch. Station Zwei: Eine reichhaltige Palette an Hauptspeisen an Meeresfrüchten und vom Bauernhof. Entenbrust, Hähnchenfilets, Rindflesch… Ganz besonders hat mir das Angebot an Fisch und Krabben gefallen. Wirklich sehr frisch! Viermal die Woche wird unten vom Fischmarkt angeliefert, versicherte mir einer der Inhaber. Man packt seinen Teller mit den Sachen, auf die man Lust hat und geht dann zur benachbarten Station Drei, dem Teppanyaki Grill. Drei Köche bereiten vor den Augen des Gastes auf dem heissen Blech in minutenschnelle ein appetitliches Menü. Man nimmt sich etwas von den Sossen dazu und kann in Ruhe an seinem Platz geniessen. So oft man will. gerne zuerst Fisch dann Fleisch besipielsweise. Die letzte Station ist für das Dessert reserviert: Früchte, Süssigkeiten.

Der Service ist sehr aufmerksam, freundlich und zahlreich vertreten. Unaufgefordert wird einem auch ein Schälchen mit Zitronenwasser gereicht, wenn man seine Krustentiere doch stilgerecht mit den Fingern puhlt. Die Weinkarte ist recht gut. Die Atmosphäre ist ausgesprochen entspannt und anregend. Sechzig Prozent sollen Stammgäste sein. Ein erstaunlicher Wert.

Copper House hat viel vor. In den kommenden Wochen wird die Aussenterrasse mit zusätzlichen 160qm fertig. Sie planen regelmässig auch Veranstaltungen im Haus. Neulich fand hier die Players Night der Tennis Masters Series Hamburg 2008 vom Rothenbaum statt. Alle internationalen Tennisgrössen feierten hier ausgelassen an der Davidstrasse. Die Hamburg Connection in Xing wird sich demnächst hier treffen.

Copper House ist ein idealer Ort, um von hier gut gesättigt in das Theaterleben St.Paulis zu starten oder einen nächtlichen Happen zum Abschluss zu nehmen. Ideal auch für grosse und kleine Gesellschaften und Feiern, wo man nicht die ganze Zeit steif um einen Tisch herumsitzen möchte. Es wird interessant sein, wie sich das Konzept weiterentwickelt. Ich bin gespannt. Copper House hat meine uneingeschränkte Empfehlung.

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Pailin Thai Küche in Berlin

Zufällig bin ich mitten in Kreuzberg in diesen Laden geraten. Am Anfang der Wienerstrasse, U-Bahn Görlitzer Bahnhof, gegenüber der Feuerwache, ein schlichtes Restaurant mit recht gutem Thai Essen. Preiswert dazu. Die Gerichte kosten um die 6-7 Euro. Ein guter Thai muss nicht teuer sein. Sehr freundlicher Chef, der hilfsbereit auch die Karte erklärt und Gerichte empfiehlt. Oder auch abrät! Viele Gerichte mit Kokosmilch, rotem oder grünem Curry. Achtung: „Scharf“ ist wirklich „scharf“. Ich hatte „76“, krosse Ente.

Hinter dem Tresen hängt ein grosses altes Bild in schwarz/weiss von einem jungen asiatischen Gentleman mit einer handschriftlichen Widmung. Ich fragte den Chef, ob das sein Grossvater sei. Daraufhin schmuzelte er und sagte, wenn das so wäre, würde er nicht hinter dem Tresen stehen müssen. Es war ein Jugendbild vom hochverehrten Thai-König Bhumibol…

Nettes Restaurant. Bei schönem Wetter kann man vor dem Laden an Biertischen sitzen. Nach dem Essen kann man im schräg gegenüberliegenden Görlitzer Park einen Verdauungsspaziergang nehmen. Empfehlenswertes sympathisches Restaurant. Und man ist gleich auf dem Kiez. Darauf kommt es ja auch an!

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Kajüte in Hamburg

Es gibt einen Bootsanleger an der Aussenalster mitten in Hamburg, der ist selbst eingefleischten Aficionados und Alsterliebhabern kaum bekannt. Er heisst „Kajüte“ und liegt am Ostufer der Alster, genau gegenüber dem Endstück der Lohmühlenstrasse, der Eingang zum Steg ist etwas versteckt hinter Büschen.

An schönen Sommertagen gibt es hier wahrlich den schönsten Sonnenuntergang der Innenstadt mit einem grandiosen Panoramablick über die gesamte Breite des Westufers der Alster, von der Innenstadt bis zur Krugkoppelbrücke und weiter die Nordseite des Ostufers. Mehr Alster geht nicht. Zudem kann man an Regattatagen hautnahe das Geschehen überblicken, je nach Windlage mit Wendemanövern teilweise bis auf wenige Meter zum Anleger. In der Woche ist die „Kajüte“ ein entspannter Treff nach der Arbeit. Gerade im Sommer.

Das ist eindeutig mein Lieblingsplatz an der Aussenalster! „Le Must de Alster“! Mein Platz im Sommer. Kein BussiBussi, kein dröhnendes hohles JeverFun-BeachClub-Publikum, sondern eine gute hamburger Mischung. Ein Publikum quer durch alle Altersgruppen. Es ist immer noch ein Geheimtipp (Nirgends ist es im Web beschrieben oder erwähnt).

Man sitzt bei warmen Wetter gemütlich draussen auf dem Bootssteg. Gluckerndes Wasser unter sich. Blick auf die Stadt. Unter grossen segelweissen Sonnenschirmen und hinter halbhohem Windschutz aus Glas, denn hier ist immer Wind – sonst könnte man ja nicht Segeln. Links und rechts ertrecken sich die Stege für die Boote, wo immer etwas Leben ist. Beobachtet das Revierverhalten der Schwäne, Enten und weissen Jollen …

Die Gastronomie hat eine reichhaltige Karte. Alle Menüs werden frisch in der Kombüse zubereitet. Mein persönlicher Favorit ist natürlich ab dem Frühling „Frische Kutterscholle in Butter gebraten mit Bratkartoffeln“ zu € 13.00. Dazu ein frisches kühles norddeutsches Blondes. Und angenehme Gesellschaft.

So lässt’s sich leben in Hamburg. Zumindestens ein zwei Stunden bei Sonnenschein.

Drinnen kann man natürlich auch sitzen übrigens. Aber da war ich nie. Das interessiert mich auch nicht. Dazu begebe ich mich nicht an die Aussenalster, um drinnen zu sitzen.

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