Sorry. Kleine Blogposts.

Meine Blogpostings seit ich meinen Blog wieder belebt habe sind meistens kurz. Gelegentlich übernehme Bilder aus Instagram oder Tweets von mir oder anderen. Die Postings wirken oft notizenhaft und hingeschludert. Ich ergänze sie auch oder verbessere die Post häufig. Oft entehen sie ohne groß nachzudenken. Wie Selbstgespräche.

Es gibt im wesetlichen drei Gründe dafür.

Einer ist, dass ich alle diese Postings ausschließlich am Smartphone mit meiner WordPress App mache. Das verhindert längere Post – sie werden sonst zu unübersichtlich. Die App aber unterstützt das Spontane – aber auch die Flüchtigkeitsfehler, die ich nachträglich korrigiere, falls die mir auffallen.

Das zweite hat zu tun mit meinem zweiten Schlaganfall, der mir äusserlich praktisch nicht anzusehen ist, der mich aber in der Konzentration für längere Artikel und Post behindert. Kleine und häufigere Post sind bequemer für mich.

Zum Schluß, kleinere Post sind vielleicht zunächst oberflächlicher, aber schont die geringe Aufmerksamtkeitsspanne der heutigen Leser.

Ich freue mich über jeden Kommentar, Anregungen oder eine andere Reaktion von Lesern. Danke!

Manchmal denke ich schon, das manche Geschichten hier in einem Buch zu verdichten und weiterzuspinnen. Hm. Aber vielleicht ist das digital flüchtige auch gut genug. Vielleicht befriedigt es auch nur meine Eitelkeit.

Also, entschuldige bitte, dass ich keine ellenlagen, langweilen Artikel schreibe. Sorry. Bitte nicht schipfen und ungeduldig sein. Auch nicht Neunmalklug. Sorry, Geduld und Verständnis. Daher eben.

Facebook kolonialisiert das Web. (Update)

Facebook schiebt sich immer stärker zwischen seine Nutzer und die Inhalte, die (noch) nicht in Facebook sind. Facebook wirkt wie ein Kolonialist im Web, wie ein Eroberer. Es greift massiv Klickraten von unabhänigen Webseiten ab und macht es fast unmöglich, auf Inhalte direkt zuzugreifen.

Facebook kolonialisiert das Web. Es legt sich wie ein Smogdunst darüber. Facebook hat Google und andere Suchmaschinen abgelöst. Bezeichnenderweise lässt sich innerhalb von Facebook praktisch nicht mehr suchen. Web-Inhalte werden wie Convinience-Food häppchenweise schnell und teilbar zum Konsum angeboten. Facebook ist zum MacDonalds des Webs geworden.

Es wird immer schwerer direkte Links auf Web-Inhalte zu setzen. Ein radikales Beispiel sind Facebook Instant Articles.

Ich versuche seit kurzem meine eigene Online-Heimat aus diesen Fängen zu befreien und merke wie schwer es ist wieder die eigene Souverenität und Blog-Hoheit wieder zu erlangen. Momentan fahre ich noch eine zweiglesige Strategie: Blog und Facebook.

Ein Kampf gegen Windmühlen. Aber es lohnt sich. Blogt mehr und schafft mehr originale Inhalte. Werdet unabhängig von Facebook!

Update: Der Guardian verabschiedet sich von den Facebook Instant Article. Good move!

So einfach ist das manchmal.

​Fühle mich wieder recht zuhause in meinem wiederbelebten alten Blog Sprechblase. Verschiebe langsam meine Aktivitäten wieder von Facebook & Co nach hierhin. Es ist hier etwas weniger krawallig.

Sprechblase ist ein persönlicher Blog. Keinesfalls ein philosophischer wie jemand vor einiger Zeit erkannt haben wollte. Ebenfalls kein privater. Auch kein Marketingblog. Ich habe hier nichts zu propagieren und nichts zu verkaufen. Werbefrei ist es zudem auch noch bisher. Vielleicht ist dieser digitale Zettelkasten auch nur ein großes ungeordnetes Gesamtkunstwerk..

Ich schreibe einfach gerne (und schlecht). So wie ich auch gerne Bilder mache. Manchmal spreche ich durch die Artikel und Bilder. Jedoch sollte sich niemand dabei ein Bild von mir machen.

Ich schrub mal als ich dieses Blog im April 2007 begann:

Die Tagline dieses Blogs ist übrigens meine Variation eines Satzes von Emil Zátopek, dem legendären tschechischen Langstreckenläufer und Olympiasieger der 40er und 50er Jahre, auch die Lokomotive genannt: „Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft.“. Ich weiss nicht warum, aber der Satz fiel mir spontan ein. 

Vogel fliegt. Fisch schwimmt.Ich blogge. So einfach ist das manchmal.

„Sprechblase“ demnächst auf allen Vodafone Handys und im Web (Update)

Vodafone findet mein Blog interessant und will den RSS-Feed der „Sprechblase“ in Kürze auf allen seinen Handys veröffentlichen. Sie möchten ihre Kunden motivieren, das Handy mehr als einfachen Zugang zum Internet zu verstehen, als dies zurzeit noch der Fall zu sein scheint. Dafür entwickelt Vodafone gerade ein größeres Programm, in dessen Rahmen sie eine Reihe von Webseiten gerne promoten würden, die die Vielfalt des Internets gut zeigen. Viele Vodafone-Handys enthalten ab Oktober 2009 nämlich einen Download-Katalog mit vielen freien Inhalten.

Hier könnten im Web demnächst meine Blogposts erscheinen. Auf dem Handy wird der RSS-Feed in eine spezielle RSS App eingespeist, von der dann auf die Artikel der „Sprechblase“ direkt zugegriffen werden kann. Unterstützt werden zunächst eine sehr breite Palette an Nokia und Samsung Handys. Die Liste der Modelle liegt mir vor. Ich verzichte aber zunächst darauf, sie zu veröffentlichen, da sie doch recht umfangreich ist.

Zwischen mir und Vodafone entstehen dabei wechselseitig keine Kosten oder Verpflichtungen. Meine Motivation ist lediglich, die größere Verbreitung meiner Inhalte, da ganz neue, mobile Internetnutzer den Weg zur „Sprechblase“ leichter finden können. Ich freue mich darüber und bin gespannt, ob sich hier neue Kommentarautoren einfinden.

Update [2009-10-09 15:12]: Vodafone hat soeben das Widget mit meinem RSS-Feed online gestellt. Es sollte jetzt über Handy und Web erreichbar sein. Viel Spass!

Sprechblase als Buch? (Update)

Nur so ein Gedanke. Ich habe vorhin zum ersten Mal einige ältere Texte in meinem Blog gelesen. Etwas, das ich normalerweise nie mache. Wenn ich etwas geschrieben habe, ist es für mich erledigt und ich schaue es mir nie wieder an. Doch heute habe ich es getan.

Manche Texte haben mir im Abstand der vergangenen Zeit ganz gut gefallen. Gerade die persönlichen. Oft auch die Texte die mit meinen Wurzeln zu tun haben. Texte über Istanbul beispielsweise. Aber auch andere. Es sind oft kleinere Skizzen und Vignetten.

Nur so ein Gedanke. Würde es sich lohnen, vielleicht 40, 50 oder 60 Texte aus den über 1.000 Posts als Buch zu veröffentlichen? Wer würde sich dafür überhaupt interessieren? Und warum? Sind die Texte überhaupt gut? Grammatikalisch und stilistisch sind sie sicher fragwürdig, seien wir ehrlich. Haben sie überhaupt eine Bedeutung für jemanden ausser mir? Ich weiss es nicht.

Deshalb meine ganz uneitle Frage in den Raum. Eine Unfrage als Umfrage.

Gibt es denn überhaupt Texte in der Sprechblase, die ihr gerne gelesen habt und gut findet? Doofe Frage. Ich weiss. Bin gerade in der Sinnkrise wohl. Oder ist das ganze hier pseudo-journalistisches Geschreibsel? Oder einfach nur Selbstgespräche? Fragen, die ich mir nach 7 Jahren online zum ersten mal öffentlich stelle. Aber dafür ist ein Blog ja auch da. Oder?

Update: Eure Reaktionen waren eindeutig. Und ich bin aus der Sinnkrise und Schreibblockade wieder raus. Das beste ist, ich mache ein eBook zum runterladen mit den Texten, die mir am besten gefallen. Kostenlos und wer möchte, kann eine Geldspende in gefühlter Höhe zukommenlassen: Die Hamburger Tafel e.V., Hamburger Sparkasse, BLZ: 200 505 50, Kto.-Nr.: 1217 130 515. Die Hamburger Tafel versorgt die Ärmsten mit dem, was unsere Gesellschaft an Überproduktion hervorbringt. Das eBook mache ich irgendwann im Dezember.

Die CampBar

Kleine Gedankenspielerei: Ist eigentlich ein bundesweiter Catering Service, der sich auf BarCamps spezialisiert, denkbar? Fiel mir nur so eben ein. Neben Walther’s Gesunden Obstsäften scheint sich ja auch der Kaffee von SonntagMorgen zu etablieren. Wäre es nicht schön, das ganze mal auch um Sandwiches, Wraps und Bagels zu ergänzen? Und um einige frische Salate. Obst natürlich. Und vielleicht warme Pasta (aus dem Parmesanlaib serviert)? Man könnte das für die jeweiligen regionalen Veranstalter im CampCircus als Paket organisieren. Die müsten natürlich ihr Angebot von Camp zu Camp etwas varieren und auch mit lokalen Lieferanten arbeiten können… Das ist etwa wie im Wilden Westen bei den Viehtrieben der Cowboys der Wagen mit Fuzzy und den Vorräten hinterherfuhr. Oder wie auf dem Filmset der Koch mit seinem Küchenwagen für Cast & Crew. Das Catering würde sich auch um die Logistik wie Transport, Auf- und Abbau, Bereithalten, Geschirr und Besteck, Servietten, Becher und Gläser, Endreinigung etc kümmern können. So bleiben die Teilnehmer zusammen und bei guter Laune. Das sind wichtige Faktoren für ein „Perfektes Barcamp“.

Ich würde es die CampBar nennen. Warum nicht? Die CampBar für die BarCamps. Gegen eine geringe sponsorenfreundliche Pauschale je Teilnehmer. My 2 Cents. Was meint ihr?