Schnarchnasen..

Automobilindustrie in Deutschland und Europa. Noch nie waren die Dinos so groß wie sie kurz vorm Austerben waren.

Wenn der Diesel ein holländisches Ei gewesen wäre, wäre er längst geschreddert.. Der Verbrennungsmotor ist mausetot. Der Dieselgipfel zeigt das.

Börsenversulste und Strafen in die Zukunfttechnologien wie die E-Mobilität investertiert – astatt die die Dieselgate – hätte es mehr es je ausgereicht. Hätte, hätte, Papst an der Fahradkette..

Schuld sind vielerühmten die Automanager. Sie sind das Geld nicht Wert, das die Konzerne an sie zahlen.. Ich gehe davon aus, dass die Mehrzahl der Automobilindustrie austerben wird..

Fantatische Zeiten für Startups entlang der Wertschöpfungskette der Automobilindustrie und -instrastruktur!


Teil der Micro-Serie Entrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.

Meine Wahl zum „Start-up des Jahres 2008“

Ich sitze mal wieder in der Jury. Diesmal geht es um das Start-up des Jahres 2008 bei deutsche-startups.de. Zehn sind in die finale Nominierungsliste gekommen und standen zur Wahl.

Mein „Start-up des Jahres 2008“ ist Absolventa.
 
Es hat ein klares und einfaches Geschäftsmodell, dass sich skalieren lässt. Uniabsolventen bewerben sich kostenlos, Unternehmen haben aus dem ganzen Pool die Wahl und zahlen. Beide Seiten haben einen hohen Nutzen. Die Originalität hält sich zwar bei dieser Geschäftsidee in Grenzen, aber es wird funktionieren. Es ist darüber hinaus (soweit ich es erkennen kann) auch nicht werbefinanziert.

Ich hatte noch etwas mit Jupidi, ein Dating-Dienst für Jugendliche, und statista, eine Nachschlageplattform für Statistiken, geliebäugelt. Bei Jupidi gefällt mir dabei das Medium SMS nicht so und bei statista kann ich das Geschäftmodell nicht erkennen, obwohl mir das Thema gut gefällt. Ferner macht Absolventa einen professionelleren Eindruck auf mich.

Ich bin gespannt, wer das Rennen macht.

Risikokapital ist wie ein Wetteinsatz

Vor kurzem war ich auf der traditionsreichen Rennbahn in Iffezheim zum letzten Galopprennen der Saison. Wenn man die Startlisten mit den exotischen Pferdenamen liest und nicht gerade sein Leben am Turf verbracht hat, hat man ziemliche Probleme, seine Wettchancen realistisch einzuschätzen und ist recht ratlos. Auf welches Pferd sollte man wetten? Man könnte fast genausogut im benachbarten Baden-Baden ins Spielcasiono gehen. Reines Glück, ob man gewinnt oder nicht. Beim Galopp mit je bis zu einem Dutzend und mehr aufgeregten Gäulen sind die Chancen zwar besser als ein Wetteinsatz gegen 36 Zahlen, aber es bleibt so auch dort reines Glück.

Bis ich auf der Rennbahn einen soliden und einfachen Tipp für Anfänger bekam:

  1. Richte dich in erster Linie zunächst nach den erfolgreichsten Rennstallbesitzern, Trainern und Jockeys. Vergiss erstmal die Pferde. Dankenswerterweise liefert Iffezheim die entsprechenden aktuellen Listen der jeweiligen Topscorer der laufenden und der jüngsten Saisons.
  2. Suche dir diejenigen zwei oder drei Pferde in einem Rennen aus, die jeweils möglichst viele Topscorer auf sich vereinen, denn erfolgreiche Rennstallbesitzer, Trainer oder Jockeys gehen selten mit lahmen Gäulen an den Start.
  3. Und nun kommt’s: Wette dann auf den Aussenseiter in diesem Favoritenkreis. Da sind die Gewinnquoten am besten und die Chancen immer noch recht gut.

Wenn ich nun Rennpferde mit Startups gleichsetze, beide habe sogut wie keine Vergangenheit, und Jockeys mit Mitarbeitern, Trainer mit dem Management eines Startups sowie Rennstallbesitzer mit anderen Investoren, die dort schon möglicherweise eine Angel- oder Seedfinanzierung gemacht haben, dann könnte man nach den gleichen Regeln verfahren als potentieller Kleininvestor. Denn es ist durchaus legitim, Risikokapital wie einen Wetteinsatz zu sehen. Es ist ja tatsächlich auch nichts anderes. Ich finde diese Betrachtungsweise erstmal praktisch als allererste Einschätzung, bevor man sich mit den ersten Details eines Startups beschäftigt.

Übrigens, ein nicht unwichtiger Nachtrag, ich habe in Iffezheim auf ganzer Linie verloren, obwohl ich alle Regeln gewissenhaft befolgt hatte. Es muss irgendwie am Boden, Futter, an der Windrichtung oder an der Marktentwicklung gelegen haben. Diese blöden Pferde haben auch mal einen schlechten Tag und stecken hoffentlich jetzt in der Wurst. Ich bin jedenfalls nächstes Jahr im Sommer wieder da. Ich hoffe, die neuen Gäule sind dann schlauer.

Kein Geld für Startups mehr? Bullshit! (Update)

Andreas Göldi schreibt in netzwertig.com über Was die Krise für die Startup-Finanzierung bedeutet:

Aber wenn man mit Leuten im Silicon Valley oder anderen VC-Zentren spricht, sagen einem alle das gleiche: Der Markt für frisches VC-Geld ist praktisch geschlossen.

Ich teile diese Ansicht nicht ganz. Es ist zwar nicht unwahr, dass nun in diesen Tagen grosse Exits von hoffnungsvollen und gehypten Startups an reine Finanzinvestoren und Spekulanten unwahrscheinlicher sind. Es ist sicher auch genausowenig unwahr, dass Budgets für Online-Werbung kleiner geworden sind. Klar. Den reinen Web 2.0 Trittbrettfahrern ist das Geld knapp geworden. Sie haben es an den Börsen verloren. Beispielsweise ist unser einheimischer DAX an der Frankfurter Börse von einem 52-Wochenhoch bei 8.117,79 alleine in der vergangenen Woche nochmal kräftig um fast 25% gefallen. Heute wurde er bei unter 4.500 (~ 10% im Laufe des Tages) notiert. Er liegt damit nur noch bei gut der Hälfte des Jahreshochs .

Ich glaube jedoch, dass strategische Aquisitionen davon unberührt sind. Sie werden übrigens immer noch zu einem Grossteil durch Aktientausch oder andere Optionen für die Gründer kompensiert. Nicht durch Bargeld.

Ferner glaube ich, dass die aktuelle weltweite Finanzkrise sich generell nicht unmittelbar auf die deutsche Startup-Szene auswirkt. Sie würde sich nur in den Fällen bemerkbar machen, wo noch zu gründende Startups in den Startlöchern stehen und durch Bankenkredite finanziert werden müssten. Das ist nicht nur in Deutschland die Ausnahme. Fast alle Startups sind privatfinanzierte Engagements. Entweder durch die Gründer selbst oder durch Angel und in grösseren Fällen auch durch Investorengruppen, die selber wieder Privatvermögen ihrer Mandanten und Gesellschafter einsetzen. Das einzige Risiko, dass ich hierbei sehe, wäre wenn diese Privatiers selber durch die Finanzkrise in die Bedroullie kommen würden. Das Risiko halte ich für vernachlässigbar im Gesamtbild.

Merkwürdigerweise gibt es im Markt hüben wie drüben anscheinend genug Geld für Startups. Ausserdem erklärt Mr. Gary Vaynerchuk höchst amüsant, dass es auf Geduld und Leidenschaft ankommt. Patience and Passion. And hard hard work after hours. Und nicht auf Geld. Robert hat auch seine Bedenken zur Geldknappheit für Startups.

Nein. Es gibt genügend Geld. Was fehlt sind gute Ideen und Geschäftsmodelle.

Das ist das, was ich an jeder Ecke höre.

Link-Updates:

Applications for Seedcamp 2008 are open!

Seedcamp is where Europe’s top young founders can come together in one place. From securing funding to developing the right network, young entrepreneurs in Europe face challenges in building globally competitive technology businesses. Through the provision of seed capital and a world class network of mentors, we want to provide a catalyst for Europe’s next generation of entrepreneurs.

We’re now ready to accept applications for Seedcamp Week 2008, have opened the gates to our online application system, and are anticipating another great pool of entries. August 10th is deadline!

Apply online to Seedcamp Week 2008

Wieviele Startups gibt es in Deutschland?

740.000 Unternehmensgründungen gab es im Jahr 2006 laut dem Statistischen Bundesamt. An rund 30% waren Frauen beteiligt. Acht von zehn Unternehmensgründungen sind Ein-Personen-Betriebe. Dem stehen im gleichen Zeitraum etwa knapp 100.000 eröffnete Insolvenzverfahren gegenüber. Soweit einige Schlaglichter aus der Old Economy.

Ich habe in den letzten Tagen einige in meinem Netzwerk gefragt, wieviele Startups sie in etwa in der New Economy schätzen. Unabhängig voneinander haben alle aufgrund ihrer Erfahrung und Marktkenntnis die Zahl auf etwa 500-600 geschätzt. In dieser Zahl sind nicht enthalten die sogenannten Enabler, also Agenturen, Vermarkter und weitere Dienstleister. Die Personen, die ich gefragt habe, beschäftigen sich aus verschiedenen Gründen professionell mit der Beobachtung des Marktes.

Die Überlebensrate dieser Startups ist deutlich geringer als in der Old Economy. Allgemein wird angenommen, nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit, dass etwa 5-10% dieser Startups auf Dauer Bestand haben werden und die ersten drei Jahre überleben. Also es werden nur rund 50-60 davon übrigbleiben. Eine weitere private Einschätzung in diesem Kreis ist, dass von denen auch nur vielleicht 20 von Interesse sind, weil sie wirklich profitabel arbeiten, auf dem Weg sind, in ihren Märkten Klassenbester zu werden oder weil sie für Investoren einen profitablen Exit versprechen.

Fassen wir zusammen: Wir sprechen hier aktuell von 20 Unternehmen der New Economy im Vergleich zu einer um vielleicht eine mehrtausendfache Anzahl Unternehmen in der Old Economy, die nachhaltig Bestand haben werden, langfristig Arbeitsplätze schaffen und auch ihre Unternehmer und Gründer ernähren.

Ein halbes tausend Unternehmen in der New Economy sind einfach viel zu wenig für eine Wirtschaft von über 80 Millionen Einwohnern. Ist Deutschland kein Gründerland 2.0? Ich denke, es gibt in hier Möglichkeiten, Ideen, Talente und Geld für das zigfache. Gleichzeitig muss die Überlebensrate dieser Startups drastisch verbessert werden.

Nicht nur die Gesellschaft sondern auch die Wirtschaft muss sich erneuern. Mit neuen Wegen und Ansätzen für Gründungen.

Kann YouNoodle den Erfolg von Startups vorhersagen?

Das Startup YouNoodle (Was für ein coolerschrägeraffiger Name!) behauptet, den Erfolg von Startups vorhersagen zu können. Und zwar mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz.

Wenn das stimmt, wären alle Startup Business Wahrsager überflüssig. Ein Knopfdruck würde genügen. Der Startupbranchendurchschnitt laut TechCrunch besagt, dass nur rund 10% der Frischlinge erfolgreich sind. Was immer man unter Erfolg im Einzelnen verstehen mag. Also die Affenwette lautet einfach 1:9. Ist die grosse Nudelmaschine intelligenter? Mir fehlt der Glaube daran…

Ich werde das mal heute ausprobieren. Wer testet mit?