Tee auf der Bosporus Fähre

cayEs gibt Tage wie diesen, da möchte ich einfach auf einer der Holzbänke auf dem Achterdeck einer der alten Fähren sitzen, halbsteuerbord mit Blick auf die europäische Seite, den Kragen hochgeklappt, den Wind im Haar und vom Anleger „Eminönü“ unten in der Altstadt losfahren nach Norden, vorbei an der Galatabrücke, nach „Dolmabahce“ und „Ortaköy“ und dann weiter im Zickzack-Kurs zwischen Europa und Asien, vorbei an den Stadtteilen, alten Moscheen und gebrechlichen Holzvillen aus der Sultanszeit, die man am ausgestreckten Arm fast zu berühren glaubt in den Kurven der Meerenge, immer weiter nach Norden, unter den grossen Spannbrücken durch, wo die Stadt langsam immer ländlicher und grüner wird, von Anleger zu Anleger, wo jedesmal immer eine andere Gruppe fliegender Händler zusteigt, die im Wechsel, Jogurt, Süssigkeiten, Minzbonbons oder Gebäck den Reisenden anbieten, ein Glas heissen ungezuckerten schwarzen Tee in der Hand, immer weiter im zickzack, mit kurzen Pausen an den Anlegern, zwischen denen sich die schwere Fähre in den Abschnitten auf dem offenen Wasser gelegentlich abwechselnd je nach Wind sanft in die eine oder andere Richtung neigt, immer weiter, wo sich der Bosporus öffnet und man das Schwarze Meer schon ahnen kann, fast riechen, bis zur letzten Haltestelle „Anadolu kavagi“, um dort auszusteigen, einige wankende Schritte auf dem ungewohnt festen Boden zu gehen, bis zu den kleinen einfachen Restaurants, dort draussen auf den wackeligen Stühlen und Tischen zu sitzen, bei einem frisch gegrillten Barbunya mit Salat und vielleicht einem Duble, einem Raki mit beigestellter kleinen Karaffe mit Eis und Wasser, auf die wartende Fähre zu schauen und sie ohne mich zurückfahren zu sehen. Es gibt solche Tage. Heute ist so einer.

Qype: Die Samova Tea Lounge Extraordinaire in Hamburg

Scuba Garden, Heidi’s Delight, Speak French, Business Trip, Total Reset, Maybe Baby. Das sind alles fantastische Teemischungen bei samova. Die Top Tee-Lounge in Hamburg. Vielleicht sogar in ganz Deutschland. samova hat nichts mit verstaubten Teeläden und Teestuben zu tun. samova ist eine Tee-Lounge extraordinaire am Hafenrand in Hamburg. samova ist Gastfreundschaft pur. Auf insgesamt 650 qm ist hier ihr neuer und einzigartiger Flagship-Store über zwei Ebenen im Erdgeschoss des stilwerk Hamburg enstanden. Ein perfekter Ort, um sein Real Life Social Network zu pflegen.

An allen sieben Tagen in der Woche entspannt das gesamte Tee-Sortiment kostenlos (!) probieren und bei Gefallen erwerben. Die extrem freundlichen Damen und Herren, die den Tee servieren, nennen sich hier sinnigerweise Tea-Jays. Sie nehmen sich viel Zeit für die Gäste und erklären gerne die unterschiedlichen Kreationen, die heiß – oder auch kalt als Eistee und Cocktails serviert werden. Meine persönlichen Favoriten sind übrigens Team Spirit und Istanbul Nights. Genial sind die gläsernen Teekannen, die hier zum Einsatz kommen und auch gekauft werden können. Mit einem einzigen Dreh stoppt man das weitere Ziehen des Tees. Ohne tropfende Einsätze oder Teefilter. Eine weitere wunderbare Idee ist der regelmässige Philosophische Salon, ein Kreis von interessierten, die sich bei Tee und köstlichem Buffet treffen, um monatlich über Konzepte wie „Leben ist Luxus“ oder „Das Gesetz des Zufalls“ zu diskutieren.

Gastgeberin, kreativer Kopf und Gründerin von samova ist die polyglotte Esin Rager, die vordem höchst aktiv und erfolgreich in der innovativen Kreation von Zeitschriften und Werbekampagnen tätig war. Der Besuch von samova ist für Teeliebhaber und solche, die es werden wollen, unbedingt zu empfehlen. Immer noch ein Geheimtipp. Ihr Motto „We believe in friendship and tasty hot water“ ist schlichtweg eine grossartige Untertreibung.

Mein Beitrag zu Samova GmbH & Co. KG – Ich bin CemB – auf Qype