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Whenever there is a challenge, there is also an opportunity to face it, to demonstrate and develop our will and determination.

Der 14. Dalai Lama per Twitter.

Absolut. Jede Herausforderung ist auch eine gute Gelegenheit, Willen und Entschiedenheit zu zeigen. Jede Prüfung bringt uns dazu, unseren Standort zu bestimmen, unsere persönliche Vision vom Leben, von der Liebe und Arbeit kritisch zu betrachten, zu erkennen, wer wir sind und wohin wir wollen, und wo es notwendig ist, die Vision neu zu bestimmen. An Herausforderungen wachsen und reifen wir. Sie sind lebensnotwendig.

Andrée Putman

Andree Putman 2009-11-01 08_35_36Fotografiert aus dem Buch Putman Style, Einblicke in das Leben und Schaffen von Andrée Putman, Innenarchitektin und Gestalterin seit mehr als 50 Jahren, hat den Stil des 20. Jahrhunderts geprägt. Ihr avantgardistischer Blick auf die Dinge und die natürliche Eleganz ihres unverwechselbaren Stils machten sie zu einer der erfolgreichsten Designerinnen, schreibt zurecht der Klappentext.

Das Buch liegt aktuell wieder neben meinem Bett. Und ein Glas Rotwein.

Putmans Credo gilt für alles, was wir sind, tun und fühlen. Für die Arbeit, die Leidenschaft, die Liebe und das ganze Leben. Es ist riskant. Ich weiss. Aber etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen. Das ist es Wert. Nichts anderes.

Mevlânâ

Jenseits aller Vorstellungen
Vom richtigen und falschem Handeln
Da ist ein leeres Feld
Da will ich dir begegnen

Mevlânâ, Dschalal ad-Din ar-Rumi (13. Jahrhundert)

[Zitat gesehen  als Statusmeldung in englisch von miss_z irgendwo im Web]

Als Schüler der Deutschen Schule Istanbul war ich Ende der sechziger Jahre in Konya und habe auf einer Klassenfahrt das Grab des Begründers des Derwisch-Ordens und islamischen Mystikers in Konya (Fotoserie), im südlichen Mittelanatolien, besucht. Es war für mich ein beeindruckendes Erlebnis.

In der Gegend gab es damals noch keine Touristenströme. Das Mausoleum unter dem türkisgrünen Turm und die Moschee waren gefüllt mit tiefgläubigen Menschen. Eine seltsame Ruhe in den Räumen. Ein gedämpftes goldenes Licht. Die Stimme des Koranlesers leise rezitierend im Hintergrund.

Mein Vorname „Cem“ (O-Ton: Cem) bedeutet im ursprünglichen Wortsinn „Gemeinschaft“ auf arabisch. Gemeint ist damit die religiöse Gemeinschaft. Die Gemeinde. Die Versammlung der Gläubigen unter freiem Himmel. Ein sehr altes arabisches Wort, aus dem beispielsweise auch die Begriffe allgemein für die Gemeinschaft und Gesellschaft (türkisiert Cemaat) oder „die Republik“ (al-Ǧumhūrīya) abgeleitet sind.

Ich bin sicher ein spiritueller Mensch. Mit zunehmenden Alter reift dieses Gefühl. Ohne, dass ich unbedingt die Rituale im Detail befolge oder mich zu vielen politischen Ansichten, die sich heute daraus für manche ergeben, bekenne. Als aufgeklärter Mensch des 21. Jahrhunderts sehe ich das Leben und seine Werte differenzierter und wesentlich freier. Wie im Zitat von Mevlânâ. Sich frei machen von Konventionen und Hergebrachtem. Freies Denken. Selbst entscheiden, was man für richtig und falsch hält. Ohne das Vorgedachte zu ignorieren. Das Zitat ist aber auch ein Hinweis auf die Liebe. Dort, wo es kein richtig oder falsch gibt.

Keine Kugeln für Peking

„In China gibt es Rassismus. Sie unterdrücken die Tibeter und gleichzeitig veranstalten sie die Olympischen Spiele. Das passt doch nicht zusammen.“

Masahisa Tsujitani, der japanische Hersteller der legendären Kugeln für das Kugelstossen, boykottiert Olympia 2008 in Peking. Eine Frage der Haltung.