Was waren 2009 die besten und schlechtesten Social Media Kampagnen in Deutschland?

Vorschläge? Wen würdet ihr nominieren? Und weshalb? Wer hat Social Media via Facebook, Twitter, YouTube, Blogs & Co am besten und wirkungsvollsten eingesetzt? Oder war einfach genial originell? Wer hat es dagegen versaubeutelt und seine Marke in die Grütze geritten? Bitte mit kurzer Begründung als Kommentar. Wenn genügend Social Media Kampagnen aus Deutschland vorgeschlagen sind, mache ich eine Abstimmung per Umfrage darüber, wer den “Goldenen Virus” gewinnt oder eine “Rostige Nervensäge” verdient. Es werden nur deutsche Kampagnen gewertet. Auf geht’s…

Nachtrag: Einige haben sich nicht ganz zu unrecht an dem Begriff “Kampagne” gestört. In Ordnung. Nennen wir es “wirkungsvolle Strategie”. Oder einfach “Social-Media-Dings”. Das Wort “Virus” ist dagegen eine Anspielung auf den Begriff “virales” Marketing. Deshalb würde ich es gerne behalten.

69 Gedanken zu „Was waren 2009 die besten und schlechtesten Social Media Kampagnen in Deutschland?

  1. eindeutig vodafone. der start war holprig, die lernkurve steil, doch guck dir das engagement auf twitter, facebook und studivz und auch die präsenz auf youtube an. überall werden user zu fans und suchen einen aktiven dialog mit der marke, haben fragen, anregungen und kritik.

    ehrlich gesagt finde ich das wort kampagne bei social media eher unpassend, weil es auf die grundausrichtung ankommt und die entsprechende präsenz im sozialen web.

    [ disclosure: ich bin bei scholz & friends verantwortlich für social media und damit auch für den einsatz von social media bei vodafone. ]

  2. positiv :
    PONS – Schulheftversand mit persönlich korrigierten Rechtschreibfehlern und Benotungen ausewählter Beiträge an 90 ausgewählte Blogger im Rahmen der Einführungskampagne für das neue pons.eu Portal. Sehr individuelle AKtion, die gut ankam. Hohes und fast ausschließlich positives Feedback. Fortführung der Aktion als witzige “PONS Rechtschreibcharts”.
    PONS begreift Social Media nicht als zeitlich begrenzte Marketingaktion, und der Dialog ist echt, was auch das Blog von Marketingleiterin Anne Pelzer beweist.

    negativ:
    Vodafone Social Media Einsatz bei der Kampagne “Es ist Deine Zeit”.
    Hier wurde eigentlich alles falsch gemacht. Social Media Einsatz war bloß Fassade für eine klassische Marketingkampagne – zumal für eine Kampagne, wo keine für den Nutzer erkennbare Botschaft mit Mehrwert transportiert wurde. Tiefpunkte: Fall Schnutinger + Live-Stream der PK bei Facebook (absurdes Theater).

  3. Mir selber fällt noch ein: Die “Zensursula” Aktion mit dem Aufruf die Petition “Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” zu unterzeichnen… Begründung: Rasend schnelle Verbreitung im Netz und eine Rekordanzahl von Unterzeichnern. Extrem viraler Effekt.

  4. Positiv (Achtung Eigenwerbung): The PEN Story http://www.youtube.com/watch?v=m9Et7UQh1tg Mit einem Film, der nicht in erster Linie an die Marke denkt, sondern an die Zuschauer, denn der Film wurde explizit fürs Web gemacht. Feedback gab es mit tausenden Tweets, facebook Kommentaren und Blogpostings http://search.twitter.com/search?q=penstory Manko: Geantwortet haben wir leider nicht und damit bleibt es für mich leider nur eine Werbung und ist nur begrenzt Social Media. Aber man lernt ja immer dazu…

    Negativ: RWE Energie-Riese

  5. Nachtrag: Einige haben sich nicht ganz zu unrecht an dem Begriff „Kampagne“ gestört. In Ordnung. Nennen wir es „wirkungsvolle Strategie“. Das Wort „Virus“ ist dagegen eine Anspielung auf den Begriff „virales“ Marketing. Deshalb würde ich es gerne behalten.

  6. Positiv: Pons, Negativ: Jack Wolfskin, Jako
    Medial interessant weil erste große Kampagne in Deutschland (mit allen Vor- und Nachteilen): Vodafone; Medial unbedeutend: Telekom.

  7. Die Zensursula-Aktion ist die einzige von der wir das Ziel kennen. Und das scheint ja sogar erreicht zu sein. Wenn Yodafone was lernen wollte, haben sie das vielleicht auch erreicht.

    Und bitte: Social-Media-Kampagne. Mit Bindestrichen.

  8. Unter dem Gesichtspunkt der “Wirkung” dürfte die erfolgreichste poltische Social-Media-Werbe-Kampagne wohl die der @piratenpartei sein. Allerdings auch die personalintensivste.

    @ Cem ist denn das Jahr schon vorbei – wird doch nur die Uhr umgestellt ? ;-))

  9. Die aktuellen Debatten um Jack Wolfskin und Jako sind die einzigen Social-Media-Kampagnen. Nur eben keine von den Unternehmen initiierten, aber mit dem Ziel die Praxis der Unternehmen bekannt zu machen.

    Ziel erreicht. Wäre mir ein Effie wert.

  10. Ich würde in diesem Zusammenhang noch gern LG Electronics Deutschland erwähnen, die sich innerhalb eines Jahres doch gut im Social Web etabliert haben, ein Corporate Blog, Twitter Account, Youtube Channel und eine Facebook Fanpage aufgebaut haben und sehr eng mit den Usern zusammenarbeiten.
    Vielleicht nicht das Mainstream Beispiel aber als Endgerätehersteller ein doch gutes Standing entwickelt haben.

    Disclosure: Ich bin Mitarbeiter von VICO Research & Consulting und mitverantwortlich für einen Großteil der Social Media Aktivitäten von LG im deutschsprachigen Web.

  11. Wie schon bei twitter angemerkt: Social Media-Kampagnen existieren nach meinem Verständnis nicht. Social Media ist Kommunikation, und die findet entweder statt (dann durativ und permanent) oder eben auch nicht. Kampagnen-Denken zeigt nur, dass die Verantwortlichen nicht verstanden haben, worum es geht.

    Auch finde ich es nicht angebracht, nach einem absoluten Best Case zu suchen, weil die Ziele, die Ausgangsbedindungen und die Mittel vollkommen unterschiedlich sind. Gute Cases gibt es sehr Viele – auch in Deutschland: Deutschlandcard, Cinemaxx, Rheinische Zeitung, Welt kompakt, Pons, Vodafone und und und. Jeder, der es versucht, geht den richtigen Weg. Je größer das Unternehmen, desto länger ist dieser Weg, weil mehr Menschen intern überzeugt werden müssen.

    Fazit: Ich würde das nach mehreren Kategorien aufschlüsseln und entsprechend Sieger küren. Wie gesagt: Es gibt unterschiedliche Ziele, unterschiedliche Budgets, unterschiedliche Wege. Sie alle in einen Topf zu schmeißen, scheint mir nicht gerecht.

  12. nervensäge: vodafone

    versaubeutelt: jako…wobei die nie so viel aufmerksamkeit hatten und sie nun jeder kennt, vorher indes kaum einer. schlimm und gefährlich finde ich aber, dass das ganze durch einen fake-account bekannt wurde. das fide ich fat noch bedenklicher, denn es zeigt auch wie schnell im web denunzianten emporsteigen können. finde daher das thema fake-accounts auch wichtig undbislang zu wenig kommentiert.

    sieger: du bis terrorist & gaengeviertel hamburg – beide haben aus der virtuellen welt heraus via twitter und facebook etwas in der realen bewegt!!!

  13. Ich nominiere für POSITIV:

    ..mal ganz uneiggenützig Ritter Sport Olympia: Minimaler Einsatz, maximale Wirkung, echte Einbindung der Fans, ganz nahe am Produkt, tolle Aufnahme in Presse und Blogosphäre und dann auch noch mit Fortführung in den klassischen Medien.

    NEGATIV sind aufgefallen an
    – geplanten Kampagnen: Vodafone, weil genau das Gegenteil von Ritter Sport bzgl. Einsatz und Wirkung :)
    – ungeplanten “Unfällen”: Jack Wolfskin für die enttarnende Wirkung bzgl. Firmenkultur von Abmahnaktion, verstärkende Negativ-PR nach erster Stellungnahme.

  14. Ich glaube, ich muss Igor (http://u.nu/5xkn3) recht geben langsam. Ich kann mich auch an keine erfolgreiche (kommerzielle) “Social Media Kampagne” aus Deutschland wirklich erinnern, die mir im Gedächtnis geblieben ist. Und das bei so vielen “Social Media Experten”. Eigentlich traurig, muss ich sagen.

  15. Definitiv: und alle so: yeaah.

    Maximales Engagement!

    Kampagne hin oder her! Das war und ist ein gutes Jahr fur das internet, es hat immer wieder zeigen konnen, es lebt und ist eine Grösse, die nicht zu unterschätzen ist!

  16. @_jrg, ich glaube mittlerweile auch, dass die wenigen erfolgreichen im nicht-kommerziellen Bereich sind. Ja, “Yeeaah!” gehört dazu. “Zensursula” und die “Piratenpartei”.

    Das zeigt mir, dass SM Kampagnen eher unter den Webizens funktionieren. Eine vergleichsweise kleine Gruppe, gemessen an der Gesamtbevölkerung. Und dass sie eben die anderen überhaupt nicht erreichen. Eine Binsenwahrheit, gebe ich zu. Deutschland ist überhaupt nicht in den Social Media angekommen.

    Zweiter Erklärungsversuch: Die Unternehmen haben’s nicht verstanden. Wäre es (für sie wichtig), hätten sie es aber schon längst kaüiert wie der Hase läuft… Gewagte These, ich weiss.

  17. Ich nominiere als positive Kampagnen alle die Firmen, die kein Social Media machen, wenn sie keine Ahnung davon haben und sich noch nicht trauen, dies zu tun.

    Social Media ist schliesslich immer noch eine Einstellung und man kann nicht jede Firma von heute auf morgen mit Twitter ausruesten und erwarten, dass alles sofort funktioniert.

  18. Pingback: Sonntagslektüre(n) | Zeugs & Gedöns: kurz verlinkt

  19. Ich fand die Kampagne von PONS [ http://www.pons.eu ] Klasse. Erst die Schulheftchen-Aktion, dann die einzubindenden Banner, dann die Rechtschreib-Charts. Jedes Mal originell, gut getimed, begleitet von guten Tweets. Passte einfach sehr, sehr viel.

    Als ziemlicher Bumerang erwies sich die virale Kampagne um das “Der grüne Riese”-Video von RWE durch die Reaktion(en) von Greenpeace: http://bit.ly/1DuDrF

    Und wenn politische Aktionen auch gelten, darf als Beispiel für “gelungen” “Und alle so: Yeah!” natürlich nicht fehlen.

    Schade, dass nur deutsche Kampagnen genannt werden sollen, denn die PEN-Story http://bit.ly/3zpkLC war GANZ großes Kino.

  20. Auch wenn ich gleich gesteinigt werde, gehe ich mal etwas pragmatischer an die Sache ran und werfe ich diesbezüglich die Frage in die Runde, was eigentlich den Erfolg auszeichnet. Ein lehrbuchkonformes Aufsetzen einer Facebook-Seite und eines Twitter-Streams oder das Web 2.0-gerechte Führen eines Blogs und damit eher ein Erfolg für die Agentur? Oder aber die Umformung einer kompletten Unternehmenskultur auf die schöne neue Social Web Welt, also der betriebsinterne Erfolg von Social Media Anstrengungen?
    Oder sollten wir uns alle bei der Bewertung des Erfolges auf das konzentrieren, was uns allen letztendlich in der Überzeugungsarbeit beim Kunden hilft, nämlich den betriebswirtschaflichen Erfolg. Wo lässt sich, an knallharten Umsätzen gemessen, wirklich das Monetarisierungspotential von Social Media erkennen? Welche Kampagne/Strategie/Mechanik hat eine außerordentlich hohe Rendite und lieferte am meisten (Achtung Angilzismus) “Bang for the buck”? Wie bereits von Igor und Cem thematisiert, mangelt es der deutschen Marketingwelt an eben jenen Beispielen. Ich stelle hier sogar mal die etwas gewagte These auf, dass alle sog. “Social Media Experten/Berater” in Deutschland zusammen auf weniger betriebswirtschaftliche erfolgreich umgesetzte Social Media Projekte zurückblicken können, als die Beratungsabteilung einer mittelgroßen klassischen Werbeagentur. Und daran sollte etwas geändert werden. Mit diesem Hintergrund im Kopf wurden sowohl meine positive sowie auch die negative Nominierung schon genannt und von daher verzichte ich auf weiteres Namedropping, lediglich wollte ich zur Debatte stellen, ob wir etwas weniger die kreativ schöne Idee und Umsetzung einer Kampagne/Strategie/Mechanik küren sollten (dafür gibt es diverse Awards), sondern im Kollektiv daran arbeiten, die Best-Practises zu finden, die dazu beitragen können, Social Media noch stärker in deutschen Unternehmen zur Kultur werden zu lassen. :)

  21. Das Wort Kampagne halte ich nicht für so unproblematisch, wie manch andere hier. Werbekampagnen werden auch als solche bezeichnet, wenn sie von PR-Maßnahmen unterstützt werden. Warum also sollte man dieses Kriterium nicht auf Social Media beziehen?

    Wichtig ist aus meiner Sicht für die Definition einer Kampagne aber ein vorab festgelegter Zeitraum in dem die Kampagne abläuft.

    So hat aus meiner Sicht Vodafone eine Kampagne gefahren (Vorschlag für schlechteste Kampagne wg. katastrophaler Ausführung eigentlich guter Ideen) und Ritter Sport Olympia ist eindeutig eine solche (Vorschlag für beste Kampagne).

    Künftig werden wir aber noch viel Stärker in Deutschland Kampagnen erleben, die ein spezifisches Ziel außerhalb der Verkaufsförderung haben. Wenn ich die Zeichen richtig deute, hat vielen Unternehmen der Erfolg der Zensursula-Online-Petition zu denken gegeben. Sie werden versuchen, politische oder marktbeeinflussende Ziele über Social-Media-Kampagnen zu erreichen.

  22. Meine Nominierung: Oliver Schuh aka “Der Gebrauchsgrafiker” mit seiner Aktion “Lasst Blumen sprechen”. Er verschickte eine Handvoll Blumensamen (Corporate Flower) in seiner Hausfarbe und bat um Aufzucht samt Fotodokumentation in seinem Blog: http://tinyurl.com/cdumzs

    Dies hatte er auch immer wieder erfolgreich getwittert und sichtbar am Leben gehalten: http://tinyurl.com/ylr7wko

    Mit diesem Ergebnis seines handgezogenen Dankes an Freunde, Partner und Kunden: http://tinyurl.com/ygkunmk

    Eine wie ich finde, sehr farbenfrohe und lebendige Form von Social Media :-)

  23. Ich bin mal jetzt ganz unbescheiden: “Twittnite” in Hamburg ist eine ganz kleine und bescheidene lokale “Kampagne”, die ausschliesslich über Twitter und einer Xing Event Seite betreiben wird. Sie erreicht exakt die Zielgruppe, die sie erreichen will und erfreut sich bisher eines grossen Zuspruchs in der Zielgruppe. Die Kampagne ist zeitlich begrenzt, hat ein konkretes Ziel, das bisher ebenfalls voll (und mehr) erreicht wurde. Ähnliches gilt für ihre Vorläufer “Twittwoch in Hamburg”. Ich werte das als einen Erfolg mit Social Media.

    Ich wundere mich nur, dass das “grosse und überregionale Marken” nicht schaffen. Wo ist das Problem?

  24. @Thomas Knüwer

    “Künftig werden wir aber noch viel Stärker in Deutschland Kampagnen erleben, die ein spezifisches Ziel außerhalb der Verkaufsförderung haben.”

    Dein Wort in die Ohren der PR, Marketing und Sales Manager in Deutschland! :-)

  25. @Elke Fleing
    “Schade, dass nur deutsche Kampagnen genannt werden sollen, denn die PEN-Story http://bit.ly/3zpkLC war GANZ großes Kino.”

    Hinweis: Die PEN-Story IST eine Kampagne aus Deutschland (DSG/Hamburg, Bigfish/Berlin). ;)

  26. Ich fand Kodak toll: http://sommer-in-hamburg.de/floatingcast-zi8-kodak
    Aber das Jahr ist jahr noch nicht um.

    Ansonsten bin ich allein schon vom Begriff SOCIAL (MEDIA) So abgetörnt, das mich das alles nicht mehr interessiert.

    So halte ich es denn mit HORNBACH, denn ich will Schönheit und Lyrik und nicht ausgenommen werden, wie eine Weihnachtsgans, weil ich Mitglied innen paar SOCIAL MEDIA Clubs bin: ” Der Traum. Ver vergessene Traum. Der fantastische Traum. Die Realität. Die andere Realität. Die Absurdität – mach es zu Deinem Projekt”!

    Das mache ich! In Echt.

    P.S.: Das Video der Hornbach Herbstkampagne gibt es leider noch nicht bei Youtube, sonder nur hier http://www.heimat-berlin.com

  27. Grundsätzlich wird die große Zeit noch kommen, ich denke im nächsten Jahr werden schon ganz andere „Kampagnen“ bzw. Kommunikationsstrategien zur Diskussion stehen. Ich glaube und hoffe auf die gezeichnete Entwicklung von Thomas Knüwer.

    Sehr gut waren Ritter Sport Olympia und PONS, und die besten Virals werden ja bei den http://www.viralvideoaward.com/ ermittelt. Das würde ich auch ein wenig isolierter betrachten (wenn keine weitere Kommunikation zum Video erfolgt ist).

  28. Pingback: massenpublikum» Blogarchiv » Social Media ist keine Kampagne und heißt Digital Relations

  29. Es kommt mir so vor, als wenn hier ganz viel Werbung in eigener Sache gemacht wird. Schon klar, dass für jeden der Internet-Macher, die Social Media Maßnahmen die spannensten sind, die man selbst begleitet hat.

  30. Pingback: Business im Web 2.0: Warum Social Media keine Kampagne ist | schwarzdesign blog

  31. Pingback: 50hz – Werkstatt für Netzkommunikation » Blogarchiv » Social Media heißt Social Media und sicher nicht Digital Relations

  32. Gut, dass Du Dich vom Begriff “Kampagne” entfernt hast. Aber auch beim Begriff “viral” in Kombination Social Media bekomm ich regelmäßig Anfälle. Leute, die das verbreiten, verbrennen die explorative Einstellung von Unternehmen, die noch kein Social Media einsetzen.

  33. “Erfolg” ist für Aussenstehende schwer zu beurteilen (geschweige denn zu messen). Wenn Vofdafone Aufmerksamkeit erreichen wollte, hat das wohl ganz gut geklappt. Ähnlich wie Sprechblase versucht auch unser “beeftweet”, social media Aktivitäten sichtbar zu machen. Hier reichts allerdings schon, wenn jemand seinen Worten auch Taten folgen lässt, sprich web20/enterprise20/socialmedia vom Kopf auf die Füsse stellt. Beispiele dafür unter http://www.beeftweet.posterous.com. Weitere Vorschläge sind herzlich wilkommen.

  34. Ja, auch Eigenwerbung:
    http://www.gehnichthin.de (Prominente rufen (vermeintlich) zum Nichtwählen auf)
    – gestartet ausschließlich über Twitter
    – übers Wochenende von “klassischen” Medien aufgegriffen
    – Medienhype über alle Kanäle (online, TV, Radio, Print)
    – PK mit zweitem Video von 40 Journalisten und acht Kamerateams besucht
    – nochmal eine Woche Medienhype inkl. Kulturzeit und “Phoenix vor Ort” ;-)
    – Online rund 500.000 Zugriffe auf Videos
    – über sonst. Medien nochmals mehrere Millionen Kontakte
    – das Wichtigste: Intensive Diskussionen über das Wählen- bzw. Nicht-Wählengehen
    – geringste Investition -> maximale Aufmerksamkeit
    —> trotzdem leider nur geringe Wahlbeteiligung :-(

  35. Pingback: Braucht das Kind einen Namen? « Nummer 15

  36. Pingback: Kettenreaktionen einer Social Media-Diskussion «

  37. Work in progress … 2009 läuft noch. Eine kleine Aktion von uns ist noch nicht beendet, die bisher allen Beteiligten und auch uns selbst viel Spaß gemacht hat: #localtweets. In drei Tagen soll per Twitter der Sieger ermittelt werden, der den schönsten Mundart-Tweet verfasst hat. Eine spontan beim Twittern entstandene Kampagne, die die Marke “The Grooves. Der Popstar unter den Sprachkursen.” ganz prima in der Twittersphäre etabliert hat. Hier der Link zu den “dialektischen” Sprachspielen und zum Verfolgen der Aktion: http://localgrooves.posterous.com/

  38. Pingback: Der Backslash-Blog » Blog Archive » Rückblick: Twitter, Social Media Kampagnen, Blog Parade, Rechtsfragen und Einbuchstabendanebenfilme

  39. Ich fand in meiner bisherigen Twitter-Zeit (seit Apri 09) diese beiden Aktionen/Aktivitäten wirklich charmant, weil einfach stimmig und auch schön “leise” (sie belegen einfach, dass nicht immer unbedingt der lauteste Marktschreier auch die größte Gunst genießen muss):
    – Oliver Schuhs “Corporate Flower” (@gebrauchsgrafik)
    – die hinreißende “Ich male meine Follower”-Idee und deren Umsetzung – Applaus für Michaela Aichberger (@Frauenfuss)

    Manche der hier genannten “Kampagnen” (so es denn wirklich Kampagnen waren/sind), habe ich offen gestanden auch gar nicht mitbekommen…. analog zum RL eben…

    Der Ritter Sport Olympia-Relaunch ist für mich zurzeit das Paradebeispiel für eine gute Kampagne, die im und auch “neben” Social Media erlebbar war (erinnere mich gerne an den Olympia-Nachtisch beim sommerlichen Münchner Twittagessen).
    Als Kampagne konzipiert war auch besagte Vodafone-Auftritt, der ja schon zur Genüge diskutiert wurde. Lassen wir das Thema also ruhen.

    Wirkliche “Kampagnen” konnte ich sonst bisher nicht erkennen – und meiner Meinung nach muss das ja auch gar nicht sein. Für mich persönlich geht’s einfach mehr um das Thema Authentizität, um Infos und Meinungen, die ich von einem Unternehmen sonst eben nicht so bekommen würde. Um Menschen und Menschliches (und auch mal Menschelndes) eben. Das finde ich spannend, das beobachte auch ich ganz persönlich gerne. Anzeigen und Pressetexte kann ich mir auch sonst durchlesen. Bei Twitter und Co. geht’s mir einfach auch um Fragen und Statements und Infos, für die sonst vielleicht weder Raum noch Zeit noch ein Ort gegeben wäre.

    Dass es neben all dem auch sicherlich zunehmend Kampagnen geben wird, davon gehe ich aus. Und ich hoffe sehr, dass sie charmant und einfach gut sein werden und nicht nerven wie heute schon so manche Raushau-Botschaft, die sich permanent wiederholt und nur zum Entfollowen veranlasst. Denn schlechte Kampagnen können einem die Freude an Social Media auch schnell vergällen.

    Ich vermute, dass es vielen hier anwesenden Kollegen aus Unternehmen ähnlich geht wie uns und mir von der DeutschlandCard: wir sind da, wir tauschen uns mit mehr und mehr Menschen unterschiedlichster Interessen zu verschiedenen Themen aus, wir finden Social Media spannend, gerade auch, wenn wir uns dann auch in der Realität treffen und begonnene “Gespräche” fortsetzen oder eben auch Freunde/Kollegen/Ex-Kollegen etc. bei Twitter und Co. wieder begegnen, wir lernen täglich dazu und finden allein das einfach klasse. Und wir freuen uns drauf, irgendwann vielleicht auch mal eine richtige und gute Kampagne starten zu können. Unter unseren Twitter-Accounts @deutschlandcard und @DC_PR werden wir dann sicherlich beizeiten dazu 140 Zeichen posten…

  40. “Social Media” entwickelt sich mehr und mehr zum Unwort 2009. Werbung im Internetdingens sollte endlich wieder Werbung heißen. Und die ist, nur weil’s jetzt auf Twitter, Facebook, YouTube und Co. setzt, nicht weniger nervig als zu “Und noch’n animierter Gif Pop Up Flacker”-Banner Zeiten. Mit “social” hat das nichts zu tun. Es sei denn, das Ausfüllen von Gewinnspielkärtchen in Fernsehzeitschriften war auch schon “social”. Bitte bitte, liebe “Social Media Experten”, macht doch das, was ihr am besten könntet: an der Haustür Staubsauger und Zeitschriften-Abos verkaufen.

  41. die guten social-media aktionen/kampagnen waren die solidaritätsbekundungen [zensursula, jako, jack wolfskin..] – die unguten: die, die nicht halten was sie versprechen, die von der lumma-ebene aus agieren, die jede nichtdurchdachte idee als chance verkaufen, einwände hinwegkommunizieren, ihre kritiker ins unrecht setzen [vodafone und andere marktschreier] und im grunde das demokratische antlitz der social-community als kinderkram belächeln..

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  45. Ok, dann misch ich mich halt auch mal ein…

    Wirklich gutes Social Media Marketing habe ich im Laufe 09 von keinem Unternehmen erlebt, sondern ausschließlich von UNS allen, die wir über die verschiedenen Kanäle unsere eigene Person, unsere Themen und Anliegen in Szene gesetzt haben. Was über´s Jahr am erfolgreichsten im Social Web vermarktet wurde, war … DAS SOCIAL WEB ;o} mit all seinen Ureinwohnern {o;
    Die negativste Social Media Kampagne für mich… jeder Versuch einer Social Media KAMPAGNE! Der Begriff Social steht ja nicht einfach so davor, weil´s irgendwie gut aussieht, sondern weil es das Medium der sozialen (zwischenmenschlichen) Kommunikation ist. Alles was bisher durch Agenturen im Auftrage von Unternehmen XYZ getwittert, facebookt oder sonstwo kommuniziert wurde, war Werbung, Einweg Kommunikation, Kontaktsammelei und somit no social!
    Aktionen wie zum Beispiel die Corporate Flower von Oliver Schuh @gebrauchsgrafik bilden da allerdings tatsächlich eine Ausnahme der bisherigen Regel, aber da hat ja auch keine Agentur irgendeinen PR Gag initiiert, sondern die Person Oliver Schuh persönlich also “Socialmedial” agiert ;o}

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