User Generated Company Value (2)

Lange Rede (Teil 1) kurzer Sinn: Warum eigentlich nicht die Nutzer, die durch ihre (bisher) kostenlose Mitarbeit einen entscheidenden Anteil am Unternehmenserfolg haben, angemessen am Unternehmen beteiligen? Warum sie nicht bei operativen Gewinnen oder insbesondere beim Verkauf des Unternehmens beteiligen? Aktien an die Nutzer! Shares for Users!

Contentlieferung ist Arbeit. Neben Kapital und Innovation einer der drei Faktoren der Internetökonomie.

Wie würde denn so ein Geschäftsmodell aussehen? Was wäre denn ein „angemessenener“ Anteil? Gibt es denn schon irgendwo diesen Ansatz? Cambrian House behauptet von sich, das erste Web 2.0 Unternehmen zu sein, dass seine Nutzer über Aktien am Unternehmenserfolg beteiligt. Was sich zunächst sensationell anhört, ist bei näherem Hinsehen, Augenwischerei und wie ich finde ein Marketing-Gag: Es stellt gerade mal 1% seines eingetragenen Aktienkapitals dafür zur Verfügung. Schlau, aber nicht klug. Beworben wird das Ganze mit einem stylishen Button einen modischem keulenschwingenden Vikinger (Der Kambrier) in grün-orangen mit der Tagline: „I own this company!“

I own Cambrian House, Home of Crowdsourcing

Nutzer wollen keine Karmapunkte oder Sternchen ins Klassenbuch. Nutzer wollen Aktien! Nutzer, die einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg besteuern, wollen auch am Unternehmenserfolg beteiligt werden und mitverdienen!

Wie das funktionieren soll und umgesetzt werden kann, das erzähle ich im dritten und letzten Teil. Jetzt fängt es an, Spass zu bringen!

9 Kommentare zu „User Generated Company Value (2)

  1. Das wird spannend. Werde ich demnächst reich dank meiner Qype-Rezensionen? Obwohl, dann könntest Du Dich mit Deinen 94 Beiträgen doch schon zur Ruhe setzen.

  2. Nachträgliche Änderungen an Geschäftsmodellen von existierenden Unternehmen sind nicht sinnvoll. Aber für neuzugründende ist es eine interessante Alternative. Es würde ja viele Grundfeste erschüttern. Den dritten Teil gibt es demnächst …

  3. Danke für die Gedanken. Ein Problem der Gratifikation dürfte die Qualität des Contents sein. Wenn jemand für jeden Mist Anteile erhält, dann hält er diejenigen ab, die hochwertigen Content beiträgt. Jemand wie Toni Mahoni muss einfach höhere Werte erhalten als derjenige, der Beiträge aus dem Fernsehn mitschneidet. Bei Youtube wird die Legitimität der Beteiligung wohl auch gar nicht in Frage gestellt, sonst würden sie ja keine Kooperationen/Vereinbarungen mit Musikfirmen eingehen.

  4. Ein Nutzer der einen „wesentlichen Beitrag“ zum Unternehmen bringt – der muss aber ganz schön viel schreiben um so wesentlich zu sein.

    Der Beitrag eines einzelnen Nutzers geht ja gegen Null.

    Wenn z.B. jemand kostenlos seine Sachen über eine Plattform verkaufen kann, also das Unternehmen ihm die „Vermittlugnsgebühr“ bezahlt, das wäre ja genug.
    Oder wenn man sich die Beiträge anderer User umsonst durchlesen darf?..

    Also Hut ab vor einem Geschäftsmodell das die Leute bezahlt für Sachen die sie bis jetzt umsonst gemacht haben (und das viel und eifrig).

  5. Pingback: Sprechblase

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